Eltern Info | Kontakt
Aktiv werden

Schätze im Boden

Die Menschen im Kongo sind arm. Um zu überleben arbeiten viele von ihnen in Steinbrüchen und Minen. Denn das Land hat viele Bodenschätze. Das sind Mineralien und Erze, die in der Erde eingelagert sind.


Da gib es Kupfer für elektrische Kabel, Kobalt für Batterien, Coltan für Mobiltelefone und Computer, Uran für Kraftwerke, giftiges Blei, kostbares Gold, Silber und Diamanten. Mit Hammer und Meissel bauen sie die Bodenschätze ab. Manchmal gar mit blossen Händen.

Und wer zwängt sich durch die gefährlichen Löcher? Wer klettert in die engen Schächte, um nach kostbaren Rohstoffen zu suchen und sie herauszukratzen? Es sind Kinder.


Gefährliche Kinderarbeit

Etwa 40'000 Kinder im Kongo arbeiten in Minen und Steinbrüchen. Sie kriechen mit einer Kerze oder einer Taschenlampe in die Stollen. In den dunklen Minen bauen sie Bodenschätze ab. Das ist gefährlich. Die stickige Luft macht krank.


Manchmal stürzt ein Stollen ein. Die Kinder darin sind nicht gesichert, denn sie arbeiten barfuss und ohne Schutzkleidung. Kinder schleppen die Mineralien in Säcken aus den Minen. Andere schlagen in Steinbrüchen Steine zu Kies. Arme Familien tun ein Leben lang nichts anderes als Steine klein schlagen.

Jeden Tag schuften
Jeden Morgen sammeln sich die Kinder auf einem Platz, wo sie ein Lastwagen abholt. Manche arbeiten nur in der Trockenzeit, wenn Schulferien sind. Andere gehen gar nie zur Schule. Sie arbeiten das ganze Jahr hindurch unter dem Boden. Das Tageslicht sehen sie kaum. Jeden Tag buddeln sie bis zu 10 Stunden. Dann müssen sie ihre Funde noch verkaufen.

Ihre Eltern brauchen das Geld um Essen zu kaufen. Den Kindern bleibt kaum etwas. Zum Spielen sind sie zu müde. Und da sich nichts lernen können, droht ihnen eine dunkle Zukunft: ein ganzes Leben lang in den Stollen arbeiten.


Informationen über die Demokratische Republik Kongo

  • Das Land ist fast 57 Mal so gross wie die Schweiz.
  • Es hat ungefähr 70 Millionen Einwohner.
  • Die Menschen sprechen 214 verschiedene Sprachen und Dialekte.
  • In der Hauptstadt Kinshasa spricht man Lingala, im Kasai Tschiluba, im Osten Suaheli, im Westen Kikongo.
  • Fast alle Kongolesen verstehen französisch.


 


Stopp Kinderarbeit - Sternenwoche 2011
Stopp Kinderarbeit
UNICEF tut alles dafür, dass Kinderarbeit verboten wird. Dafür müssen Erwachsene über die Gefahren für die Kinder informiert werden. Und es braucht Gesetze, die die Kinder schützen.
Kinderschutz - Sternenwoche 2011
Kinder brauchen Betreuung und Schutz
2500 Kinderarbeiter sollen aus Minen befreit werden. Sei bekommen Betreuung und medizinische Hilfe.
Schule statt Arbeit - Sternenwoche 2011
Schule statt Arbeit für alle Kinder
UNICEF hilft Eltern, damit sie ihre Kinder nicht in die Minen schicken müssen. Stattdessen sollen sie in die Schule, wo sie schreiben, lesen und rechnen lernen.